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Sonnenöl und Regenschirm: Das waren die wichtigsten Utensilien beim diesjährigen Amphi Festival, bei dem immer mit Überraschungen zu rechnen ist. Wir erinnern uns noch an das vergangene Jahre, als die Rheinparkhalle beim Auftritt von "Feindflug" wegen herunterfallender Deckenteile geschlossen werden musste und man auf das Theater ausweichen musste, was sich als gar nicht so ungeeignet herausstellte.
Doch frisch renoviert bekam die Halle nun den markanten aber dennoch irritierenden Namen "Staatenhaus". In ihm startete Miss Construction, nachdem sich erstmals auf der Mainstage des Amphies die Gewinner des New Talents-Wettbewerbs tummelten. Bereits am Freitag zuvor traten für Besitzer einer Festivalkarte vier Newcomerbands, die einige Auftritte und maximal ein Debütalbum bei einem Independentlabel vorweisen konnten, im Tanzbrunnen-Theater für einen karitativen Zweck, zugunsten des Vereins zur Betreuung von Missbrauchsopfern, genannt "Dunkelziffer" an. Eine Teilnahmeposition wurde bei einem Auktionshaus ersteigert.
Das Rahmenprogramm gestaltete sich nicht immer mit großer Besucherzahl. Besonders die DJ's, die über den Tag verteilt auflegten, kämpften mit Aufmerksamkeit, wie zum Beispiel DJ Chris von Agonoize am Samstag oder Dj Cultoid and DJ Phantom (Industriaexmachina aus Polen). Aber auch aus Lesung, Vortrag und Musik-Comedy konnte man auswählen.
Das Programm war hochkarätig besetzt. Mit Acts wie Welle:Erdball, Skinny Puppy, And One und Anne Clark (die unter anderem Songs aus dem aktuellen Album "The smallest act of kindness" vorstellte, und als Klassiker "Sleeper in Metropolis" im Repertoire hatte) war der Samstag ein heißes Vergnügen in praller Sonne. Den Sonntag dagegen könnte der ein oder andere Besucher nicht nur wegen des Regenklimas als etwas unterkühlter empfunden haben, mit Bildern und Berichten vom Vortag, die manch ein Besucher nach dem ersten Festivaltag mitbekommen hatte. Auf der Loveparade kamen am Samstag bei einer Massenpanik 19 Menschen ums Leben.
Das Amphi schloss mit Eisbrecher im Staatenhaus, der sich nach einigen weiteren Konzerten in Deutschland und Österreich auf seine Supportauftritte bei der Alice Cooper-Tour ab November vorbereiten wird. Fazit: Das Programm glänzte wieder einmal mit Vielfalt. Einzig die Getränkepreise waren auf dem Amphi Festival Überirdisch. Eine 0,25 Liter Flasche Wasser lag mit 4 Euro auf dem selben Preisniveau wie ein halber Liter Bier. Das könnte für das kommende Jahr mal locker überdacht werden.
Hier sind die Bilder
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