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KRYPTERIA - My Fatal Kiss PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jochen Gehler   
Mittwoch, den 02. September 2009 um 15:49 Uhr

Die deutsch-koreanische Formation um die charismatische und hübsche Sängerin Ji-In Cho machte erstmals vor zweieinhalb Jahren mit dem Album "Bloodangel´s Cry" in Deutschland auf sich aufmerksam. Genaugenommen kann hier der alte Spruch vom Propheten, der im eigenen Lande nichts gilt zum Tragen kommen. Denn in Südostasien füllten Krypteria bereits komplette Stadien, während in Deutschland der harte Weg durch kleine, miese Clubs angetreten werden musste. Doch unermüdlich und nicht zuletzt auch aufgrund ihres Talents in Verbindung mit ausgedehnter Lobby-Arbeit haben sich Krypteria auch hierzulande einen Status erspielt und sich als feste Größe im Female-Voices-Gothic-Metal etabliert. Nun hat die Band in OneFire Records und Roadrunner neue starke Partner an ihrer Seite und startet mit dem neuen Album "My Fatal Kiss" einmal mehr durch zum Eroberungsfeldzug in die schwarz und hart schlagenden Herzen ihrer Fans.

 


Alles wird bombastischer und schöner - aber auch besser? "My Fatal Kiss" beeindruckt wie der Vorgänger zunächst einmal mit der starken und überaus präsenten Stimme der Frontröhre Ji-In Cho, die das gesamte Repertoire der Stimmlagen beherrscht, die gerade in diesem Genre gerne gesehen bzw. gehört werden: Zärtlich und verträumt, ängstlich, verspielt bis hin zu wütenden und verzweifelten Ausbrüchen. Diese breite Palette an Stimmungslagen werden ermöglicht durch die straighten und kraftvollen Kompositionen, die im Verhältnis zu "Bloodangel´s Cry" im Härtegrad noch eine Schippe drauflegen und auch mal mit Doublebass und schneidenden Riffs zu beeindrucken vermögen. Ambivalenz, Ying und Yang, Für und Wider - diese Themen ziehen sich musikalisch und textlich durch das Album und geben als breites Themenfeld genug Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung. Schüchterne Elemente wechseln ab mit extrovertierten Ausbrüchen und verschwenderisch opulenten Chören, die beinahe schon ins Musicalfach hinüber schwappen könnten. Dass "My Fatal Kiss" sehr sauber und episch produziert ist kann man fast schon als Selbstverständlichkeit ansehen. Der gesamten Scheibe mit all ihren Facetten merkt man an, dass hier die Mischung stimmt: Die ehrgeizige Kölner Truppe will es mit dem Album endgültig wissen und legt alles, was sie hat in die Waagschale. Dass es bei dieser Art von Musik höchstwahrscheinlich nicht zu (Single-)Charts-Höchstdotierungen langt dürfte das symphatische Quartett verschmerzen. Entscheidend ist, dass sie sich auch diesmal wieder bei Festivals und Einzelkonzerten den Allerwertesten aufreissen werden und ihrem Segment ein dankbares Publikum finden und mehren dürften.  Die Grundlage dafür haben sie mit "My Fatal Kiss" gelegt.

 

Label: OnFire +++ VÖ: 28.08.2009

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 06. September 2009 um 09:23 Uhr
 

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