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DIORAMA - Child Of Entertainment (MCD) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jochen Gehler   
Freitag, den 12. Februar 2010 um 17:01 Uhr

Weit über die eng gesteckten Grenzen der Schwarzen Szene hinweg wird der umtriebige Torben Wendt als Mastermind der Formation Diorama als jemand geschätzt, der tiefgründige Texte, eingängige Melodien und eine unterschwellige Melancholie nahezu perfekt verknüpfen kann. Um so größer ist die Freude, dass sich nun, nach einer viel zu langen dreijährigen Pause wieder etwas regt im Hause Wendt. Im März kommt "Cubed", der neue Longplayer der Band. Als Appetizer füttert man die gierige Meute mit der Vorab-MCD "Child Of Entertainment" ...

 

... schon einmal an. Abgesehen davon, dass es mittlerweile schon fast eine besondere Erwähnung verdient, wenn Künstler noch auf das dahin siechende MCD-Format zurückgreifen, eignet sich diese Mini-EP doch vortrefflich für eine aktuelle Standortbestimmung. Nach dem ersten Hördurchgang lässt sich festhalten, dass Diorama in der langen Pause nichts verlernt haben. Im Gegenteil, sie werden immer besser. Fast schon wie der sinnbildlich auf der CD abgebildete Rotwein. "Child Of Entertainment" finden wir in gleich fünf Versionen, hinzu kommt der schon ältere Track "HLA" in neuen Kleidern und eine Live-Version des Clubfetzers "Advance".

 


Die "Cubed"-Version von "Child Of Entertainment" eröffnet den Reigen: Ein klassischer Diorama-Track mit allem, was man als Fan an Trademarks erwartet: Wave-Stimme, ein hochgradig ansteckender Refrain und ein etwas dezenter, nicht allzu zappeliger Beat. Wahrlich, eine starke Nummer. Vollends in Verzückung gerate ich bei der folgenden "Clubbed"-Version. Der treibende Beat gibt dem Track einen Kick in Richtung Dancefloor, ohne dass er seinen Genpool dafür verändern muss. Sehr gelungen! Schmusig hingegen präsentiert sich die "Trapped"-Variante. Sehr zurückgenommen eingesungen ist mir diese Version zu sehr "Easy Listening". Sehr gut hingegen ist die "Broken"-Version gelungen. Der Track wird nahezu zerlegt und in einem warmen Pianospiel eingehüllt wieder zusammengesetzt. Entsprechend eingelullt reisst einen die "Stolen"-Version mit verzerrten Vocals, harschen Industrial-Beats und Krachappeal in die Wirklichkeit zurück. Schade, hier geht einiges von dem Zauber des Originals verloren. Trotzdem ist diese MCD genau das, was man von einer Band der Diorama-Güteklasse erwarten darf: Eine markante Duftmarke mit versprochener Heilsbringung der noch nach "Cubed" geifernden Fans in Kürze.

Label: Accession (Indigo)   +++   VÖ: 05. Februar 2010

Trackliste:

01. Child Of Entertainment (Cubed)
02. Child Of Entertainment (Clubbed)
03. Child Of Entertainment (Trapped)
04. HLA (Hideous Heart)    
05. Child Of Entertainment (Broken)
06. Child Of Entertainment (Stolen)
07. Advance (Live in Reutlingen)

www.diorama-music.com +++   www.accession-records.de


 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. März 2010 um 21:02 Uhr
 

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