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Konzerte & Festivals
MERA LUNA 2009 - Ein Rückblick PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jochen Gehler   
Dienstag, den 11. August 2009 um 18:16 Uhr

Alljährlich zur Sommerszeit wird das idyllisch an der Börde gelegene Städtchen Hildesheim, in dem rechtschaffende Bürger ihrem mühsam Tagewerk nachgehen von einer Invasion heimgesucht: 20.000 zumeist düster dreinblickende, in Schwarz gewandete Gestalten fallen über das beschauliche Städtchen her und verwandeln seinen Flugplatz in einen brodelnden, stampfenden Moloch, bestehend aus Musik, Sex und Kommerz. Die Rede ist, wie sollte es anders sein, vom M´era Luna Festival, welches auch in diesem Jahr wieder Tausende begeisterte Anhänger der Schwarzen Szene in den Hinterhof der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover lockte.
Schon am Freitag füllten sich in Windeseile die großen Parkplätze auf der Koppel und die Campingflächen. Wie in einem Zeitrafferfilm wuchs und wuchs die zeltstadt und schon abends hatten Spätankömmlinge gehörige Schwierigkeiten, noch einen vernünftigen Zeltplatz zu ergattern. In den letzten Jahren war das M´era immer ein Festival der extremen Wetterverhältnisse. Von peitschenden Regengüssen bis zu tropischer Hitze waren bislang bereits alle Wetterkapriolen vertreten. Doch in diesem Jahr trug auch der Wettergott schwarz und bescherte dem Festival angenehme Temperaturen und so gut wie keinen Regen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 19. August 2009 um 06:38 Uhr
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THE BIRTHDAY MASSACRE - live im Tower Bremen am 04.11.07 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jochen Gehler   
Dienstag, den 21. Juli 2009 um 15:46 Uhr

Sonntagabend in Bremen: Der altehrwürdige Tower erwartet hohen Besuch aus Kanada: The Birthday Massacre haben sich angesagt, um im hohen Norden altes Liedgut und vor allem die neue CD "Walking With Strangers" vorzustellen. So ist des denn kein Wunder, dass viele Menschen sich erwartungsvoll in dem sehr gut gefüllten Club drängelten, um die charismatische und sympathische Band aus Übersee kennenzulernen. Gerade im Tower sind ja durch den begrenzten Raum und die kleine Bühne immer sehr publikumsnahe und somit auch emotionale Konzerterlebnisse möglich. Um es vorwegzunehmen: Auch diesmal wurde das Publikum nicht enttäuscht. Doch dazu später mehr.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. Juli 2009 um 15:57 Uhr
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PROJECT PITCHFORK - Konzert im Schlachthof Bremen am 21.03.09 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jochen Gehler   
Dienstag, den 24. März 2009 um 00:00 Uhr

Lange haben die ungeduldigen Fans auf das neue Album "Dream Tiresias" warten müssen. Nun ist es endlich da und überzeugt mit klaren und durchstrukturierten Songs, die in ihrer melodiösen Präsenz den überfrachtenden Ballast der letzten Jahre abwerfen: Straight nach vorne auf die Tanzfläche, wobei man nicht zuletzt durch die charakteristische Stimme von Fronter Peter Spilles immer weiss, mit wem man hier zu tun hat. Die Trademarks der Mistforken sind also unverwässert geblieben.

Natürlich durfte man gespannt sein, wie es sein wird, wenn das neue Songmaterial live präsentiert wird. Dies zu ergründen hatte man an diesem kühl-klaren Samstagabend im Bremer Schlachthof Gelegenheit. Während sich langsam die Nacht über die Hansestadt an der Weser senkte füllte sich der altehrwürdige Kesselsaal langsam aber beständig mit vielen Neugierigen jeglichen Alters, die erfahren wollten, was die "Pitchies" live so anzubieten haben.

So puristisch wie sich die neue Platte präsentiert, so nüchtern und ohne Schnickschnack präsentiert sich auch das Bühnenbild an diesem Abend. Keine Banner, keine Videoprojektion... einfach nur die Band und ihre Musik. Auch auf Support verzichtete man an diesem Abend und so begann das Konzert pünktlich um 21 Uhr mit dem Intro von "If I Could", dem Titeltrack des neuen Albums. Zu sphärischen Synthieklängen traten die Akteure Peter Spilles (Voice), Dirk Scheuber und Jürgen Jansen (Keys), Achim Färber (Drums) und Carsten Klatte (Guitars) auf die Nebel und blaues Licht gehüllte Bühne.

Schnell füllte sich der Platz vor der Bühne, während auf den Emporen eher sitzend auf das gewartet wurde, was der Abend so bringen würde. Fronter Peter war in einem an  Mad Max gemahnendes Endzeit-Outfit gehüllt mit dem obligatorischen blauen Strich im Gesicht. Die Band präsentierte sich in reger Spiellaune und war sichtlich heiß darauf, die neuen und auch ältere Tracks präsentieren zu können. Schwerpunkt des Konzerts waren natürlich die Tracks des aktuellen Albums wie "Nasty Habit", "Feel", "Promises" und so weiter. Diese wurden vom Publikum noch mit gebremster Begeisterung aufgenommen. Es war an diesem Abend zu merken, dass die Mehrzahl der Zuschauer mit dem neuen Songmaterial der Band noch nicht vertraut war. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass man schon recht zu Beginn des Konzertes das live nicht zu unterschätzende "Requiem" aus dem Ärmel schüttelte, was prompt die ersten Jubelrufe und hektische Tanzbetriebsamkeit vor der Bühne verursachte.

Peter agierte in gewohnter Manier mit dem Publikum, ließ die erste Reihe ins Mikro singen, klatschte ab und tat alles, um die etwas kühle Stimmung im Saal anzuheizen. Dies gelang vornehmlich mit den Klassikern der Band. Geschickt eingestreute Smasher wie "Carnival" schafften es stets, das erschlaffende Publikum wieder aufzuwecken. Auf aufwendige Effekte verzichtete man an diesem Abend. Viel Nebel und eine standesgenäße Beleuchtung mussten ausreichen. Diese war jedoch geschickt arrangiert und verfehlte somit nicht ihre Wirkung. Nach gut 90 Minuten verabschiedeten sich Project Pitchfork dann von der Bühne.
Obwohl das Publikum vor der Bühne und auf den Rängen ausharrte waren die Rufe nach Zugabe doch eher spärlich. Verließ sich da einer auf den anderen in der Gewissheit, die Band komme ja ohnhin wieder? Peinliche Minuten für Band und Publikum folgten und erst als sich so etwas wie rythmisches Klatschen einstellte trat die Band erneut auf die Bühne. MIt den Worten "niedlich" kommentierte die Band sehr treffend diese recht peinliche Vorstellung.

Nun denn, es folgten noch vier Zugaben, in denen das Publikum  vieles wettzumachen versuchte, was vorher zu kurz kam. Es wurde geklatscht, getanzt und gefeiert. Warum nicht früher so? Die Band belohnte die Anwesenden mit dem zuvor oftmals laut geforderten "Timekiller", welches dann auch standesgemäß heftig betanzt wurde. So gelang der Abend dann doch noch zu einem für beide Seiten versöhnlichen Abschluß. Project Pitchfork sind wieder da und es bleibt zu hoffen, dass sie auch im Sommer auf dem einen oder anderen Festival zu sehen sein werden. Insgesamt boten sie einen überzeugenden Auftritt, der deutlich mehr Enthusiasmus des Publikums verdient hätte.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. Juli 2009 um 18:44 Uhr
 


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